Logomedizin
Einführung
Logomedizin integriert die Dimension des
Sinns und der geistigen Freiheit in den Umgang mit Erkrankungen und
persönlichen Krisen.
Der Begriff
Logomedizin verbindet die Bedeutung des griechischen Wort „logos“
= „Sinn, Geist“ mit der Medizin als Wissenschaft von der Erkennung,
Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen. Sie nutzt die heutigen
medizinischen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, geht aber deutlich
darüber hinaus.
Viele
Grenzen, an die die moderne Medizin stößt, beruhen darauf, dass sie sich
auf die Diagnostik und Behandlung der gestörten Funktionalität
beschränkt und Erkrankungen lediglich aus Ausdruck eines Defizits sieht, das
möglichst behoben werden muss.
Logomedizin betrachtet körperliche Symptome
nicht unter dem Blickwinkel des Krankhaften sondern als Ausdruck einer gesundheitlichen Krise des betreffenden
Menschen. Eine gesundheitliche Krise kann z.B. ein einfacher fieberhaft Infekt,
ein lästiger Tinnitus oder Hautausschlag, aber auch die Feststellung einer
Tumorerkrankung sein.
Jede
gesundheitliche Krise kann als Herausforderung verstanden werden:
Logomedizin
basiert auf der Grundannahme, dass die Ereignisse des Lebens in sinnvollen
Zusammenhängen stehen, die wir Menschen gedanklich-geistig erfassen können.
Dies gilt auch für Erkrankungen.
Schon die
Änderung der Blickrichtung – statt einer Fixierung auf die Funktionsstörung
sich der Frage nach dem Inhalt der Herausforderung zu stellen – wirkt gesundheitsfördernd.
Sinnzusammenhänge
von Lebensereignissen oder Erkrankungen können nur persönlich und
individuell und oft auch nur rückblickend erfasst werden. Deshalb kann es
nie ein logomedizinisches Rezeptbuch geben, in dem der Sinn einzelner Erkrankungen
nachzulesen wäre.
Dennoch kann die Logomedizin wesentliche Hinweise auf die Themen geben, die mit
einer Erkrankung in Verbindung stehen. Die Stärke der Logomedizin liegt darin,
dass sie sowohl durch Einbeziehung von neurobiologischem und physiologischem
Wissen als auch durch ihre Erfahrungen diese Zusammenhänge mit dem einzelnen
Menschen erarbeiten kann.
Die konkrete Arbeitsweise der Logomedizin ist dabei vielen Elementen der heute
üblicherweise praktizierten Psychosomatik und Psychotherapie genau
entgegengesetzt.
Im Zentrum steht nicht das Problem und seine möglichen in der Vergangenheit
oder in der Umgebung liegenden Verursachungen, sondern die Denk-,
Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten, die ein Problem lösen
können.
Im Zentrum stehen nicht die Schwäche eines Menschen, seine Verletztheit oder
scheinbare Überforderung, sondern seine persönlichen Stärken, zu deren
Anwendung die momentane Krise oder Erkrankung herausfordert.
Logomedizin
geht davon aus, dass Grenzerfahrungen immer auch Sinnerfahrungen ermöglichen.
Sinn
Wenn wir die Biologie des
menschlichen Organismus unvoreingenommen betrachten, können wir eigentlich
nur von einem Wunder sprechen.
Vom Zeitpunkt der
Verschmelzung von Eizelle und Spermium an entsteht der
menschliche Körper durch fortlaufende Zellteilung. Hierbei scheint jede
Zelle genau zu "wissen", welche Aufgaben sie an welchem
Ort erfüllen muss und ob sie sich z.B. als Hautzelle, als Leberzelle
oder als Teil des hochkomplexen Innenohrs zu organisieren hat.
Im Körper eines erwachsenen
Menschen arbeiten über 50.000.000.000.000 (50 Billionen) Zellen sinnvoll
zusammen und stehen in ständiger Kommunikation untereinander. Und das alles
geschieht, ohne dass wir uns um diese Abläufe in spezieller Weise kümmern
müssten.
Schon die Vorstellung, wie der
menschliche Körper aussehen würde, wenn diese Zusammenarbeit der einzelnen
Zellen nicht von einem durch und durch sinnvollen Prinzip gesteuert würde,
sondern wenn Willkür, Zufall oder Chaos auch nur kleine Teile
der Steuerung übernehmen würden, macht deutlich, dass Sinn in uns
permanent anwesend ist.
Da schon auf der Ebene der
Biologie Sinn als entscheidendes gestaltendes Prinzip unübersehbar
ist, können wir davon ausgehen, dass auch im ganzen Menschen Sinn
eine zentrale Bedeutung hat. Diese Überlegung deckt sich mit den
Erfahrungen vieler Menschen und zahlreichen
empirischen Forschungsergebnissen, die zeigen, dass das Streben nach Sinn
einen zentralen Beweggrund im Leben eines Menschen darstellt.
Die Logomedizin erwähnt häufig den
Begriff "Sinn". Eine unmissverständliche Klarstellung hierzu ist
erforderlich: Sinn kann nie von außen, von anderen, z.B. von Autoritäten,
Beratern, Therapeuten, Eltern, Partnern vorgegeben werden. Sinnzusammenhänge
können nur von einem Menschen selbst gesucht und erkannt werden – auch in der
Kommunikation mit anderen Menschen, z.B. in einer Beratungssituation.
Die Logomedizin unterscheidet sich
somit grundlegend von allen Geistesrichtungen, Religionen, Sekten oder
esoterischen Gedankengebäuden, die Menschen von außen einen Sinn vorgeben
wollen oder von sich behaupten, besser als der Einzelne zu wissen, was sinnvoll
ist.
Menschenbild
Jeder Arbeit mit Menschen, ob in der
Medizin, in der Psychologie, in der Beratung, in der Schule, im Management oder
in anderen Bereichen, liegt ein Menschenbild zugrunde. Oft ist dieses
Menschenbild nicht explizit formuliert sondern lässt sich nur indirekt
erschließen.
Die Logomedizin sieht den Menschen
als ein einzigartiges, biologisch und physiologisch sinnhaft gefügtes
Lebewesen, das sich von der Zeugung an als lebensfähig und kompetent
im Umgang mit "leben" erweist und dabei in der Lage ist, mit
kränkenden Tendenzen umgehen zu können.
Logomedizin stellt die Freiheit
und Entscheidungsfähigkeit des Menschen in den Vordergrund.
In den unterschiedlichsten Situationen unseres Lebens sind wir immer wieder
neu vor die Frage gestellt, wie wir antworten möchten, und wir antworten durch
unsere Entscheidungen.
Ein kleines logomedizinisches Experiment:
Als Leser dieser Seite, können Sie entscheiden, wie Sie sich zu der zuletzt
genannten Aussage einstellen möchten:
- Sie können sie innerlich bejahen,
- Sie können sie ablehnen,
- Sie können sich ihr gegenüber skeptisch-zweifelnd einstellen
- oder die Haltung eines offenen Interesses einnehmen.
Diese Entscheidung können Sie blitzschnell unterbewusst treffen oder - nach
kurzer Überlegung - auch bewusst.
Das Ergebnis der Entscheidung beeinflusst sowohl den Grad Ihrer Aufmerksamkeit
als auch Ihre eigene Stimmung beim Weiterlesen, denn verschiedene Anteile des
körpereigenen Regulationssystems z.B. vegetatives Nervensystem, hormonelles
System, Neurotransmitter und Immunfunktionen verändern ihre Aktivität in
Abhängigkeit von der getroffenen Entscheidung.
Und diese geänderte Reaktionslage ist auch innerlich spürbar. Wenn Sie im
Rahmen des Experiments bewusst hintereinander unterschiedliche der oben
skizzierten Haltungen einnehmen, nehmen Sie solche Veränderungen möglicherweise
wahr.
Mehrdimensionalität
Die folgende Skizze kann
verdeutlichen, wie sich der Blick auf eine mehrdimensionale Wirklichkeit
(z.B. das menschliche Erleben und Verhalten) in Abhängigkeit von der
eingenommenen Perspektive ändert.
Es kann einfacher sein, wenn man sich bei der Beschreibung von menschlichen
Phänomenen auf eine (zweidimensionale) Ebene beschränkt, z.B. auf die
biologische Ebene oder eine psychologisch-erklärende Ebene. Solche
Beschreibungen können zwar zutreffend sein, wesentliche Aspekte gehen dabei
aber verloren.
Quellenangabe siehe
Impressum
So ergibt
die Projektion einer Kugel, eines Kegels und eines Zylinders in eine Ebene
hinein jeweils einen Kreis. Es ist zwar zutreffend, dass Kugel, Kegel und
Zylinder rund sind, aber der Schattenriss der verschiedenen Figuren lässt
wesentliche Aspekte gar nicht erkennen, z.B. ihre grundlegende
Unterschiedenheit oder ob es sich bei dem Zylinder um einen geschlossenen
Körper oder ein offenes Gefäß handelt.
Im übertragenen Sinne: Ein rein medizinischer oder psychologischer
Erklärungsansatz kann gar nicht zeigen, welche Gestaltungsmöglichkeiten
ein Mensch trotz bestimmter lebensgeschichtlicher und umweltbedingter Faktoren
hat. Hierfür ist eine Erweiterung des Blickwinkels erforderlich, wie
sie die Logomedizin praktiziert.
Gehirnphysiologie
Das
menschliche Gehirn steuert eine Vielzahl von Aufgaben – und gerade diese
Vielfältigkeit und die Verknüpfung der unterschiedlichen Aufgabenfelder macht
es so interessant.
Wahrnehmung,
bewusstes Denken, Entscheidungen, blitzschnelle unterbewusste Assoziationen,
motorische Abläufe, vegetative und hormonelle Steuerungen, Stimmungen und
Emotionen stehen in so unmittelbarer Wechselwirkung, dass es oft schwer
unterscheidbar ist, ob das Gehirn uns steuert oder wir das Gehirn steuern.
Im Alltagsleben ist es sehr hilfreich, ein möglichst genaues Wissen über die
Dinge und Menschen zu haben, mit denen wir umgehen. Das gilt zum Beispiel für
technische Geräte, für Institutionen, für eine neue Software, für die Pflanzen
im Garten oder die Besonderheiten eines Menschen anderen Geschlechts.
Das Wissen über die Funktionsweise des eigenen Gehirns und besonders über deren
Auswirkungen hat eine ähnlich zentrale Bedeutung, besonders in Zusammenhang mit
Erkrankungen, Konflikten oder Krisen.
Die meisten
Konflikte entstehen durch fehlendes Wissen oder fehlende Anwendung von Wissen.
Leider gibt es bisher nur wenige Ansätze, das Wissen, das die Neurobiologen in
den letzten 30 Jahren erarbeitet haben, so darzustellen, dass es für den
einzelnen verstehbar und nutzbar wird.
Plastizität des Gehirns
Eine
entscheidende neue Erkenntnis der gehirnphysiologischen Forschung ist die der
Plastizität des Gehirns.
Über einen
Zeitraum von über 100 Jahren war man davon ausgegangen, dass die Nervenzellen
des Gehirns sich in den ersten Lebensjahren eines Menschen fest „verdrahten“
und dann in dieser festen Struktur den Rest des Lebens weiter bestehen.
In den
letzten 15 Jahren zeigte sich, dass diese Annahme falsch war. Die Verbindungen
der Nervenzellen (die Synapsen) befinden sich in einem ständigen Aufbau
und Abbau, sodass das Gehirn sich immer wieder neu strukturiert.
Die Strukturierung
wird bestimmt von der Nutzung des Gehirns und seiner Verarbeitungswege
und ist deshalb in hohem Maße davon abhängig, welche Erfahrungen ein
Mensch macht und wie jeder einzelne denkt und diese Erfahrungen
verarbeitet und gestaltet.
Der aktive Einfluss, den wir auf die
Struktur unseres Gehirns haben, ist also wesentlich größer als bisher angenommen.
Ein Ziel von
Logomedizin und Logoberatung ist es, diese Einflussmöglichkeiten möglichst
genau kennen zu lernen und zu im positiven Sinne zu nutzen.
Früheste Bahnungen
Lernerfahrungen
finden nicht
erst dann statt, wenn ein Kind die Fähigkeit entwickelt hat, Sprache zu
verstehen und zu benutzen.
Intensive
Lern- und Anpassungserfahrungen macht ein Kind bereits in den ersten neun
Monaten seines Lebens, also im Mutterleib. (vgl. Gerald Hüther: "Das Wunder der ersten neun Monate") und in
der übrigen Zeit vor dem Spracherwerb.
Die
Bedeutung und die Auswirkungen dieser Erfahrungen werden durch die Erkenntnisse
der gehirnbiologischen Forschung erst allmählich deutlich. Sie betreffen eine
Vielzahl von Phänomen, die bisher kaum verstehbar waren, wie Angststörungen,
verschiedene Arten von Depressionen, sogenannte Hyperaktivität, vegetative
Störungen, Suchtgewohnheiten und als belastend erlebte Impulsivität.
Wesentliche Anteile
der individuellen Art, wie ein Mensch die Erfahrungen, die er mit sich selbst
und seiner Umgebung macht, verarbeitet, entwickeln sich also in einer Zeit, die
vor jeder Erinnerbarkeit liegt. Es handelt sich um gehirnbiologische
Anpassungsmechanismen mit nervalen, vegetativen und hormonellen Folgen, die
nicht an einen gedanklich erinnerbaren Inhalt gekoppelt sind. Sie können im
späteren Leben eines Menschen zwar weitreichende Auswirkungen haben, entziehen
sich aber jeder psychologischen Deutung, weil sie keine psychologische
sondern eine biologische Grundlage haben.
Wie lassen
sich die Folgen solcher sehr frühen Bahnungen bearbeiten, speziell dann, wenn
sie störend in Erscheinung treten oder zur Entstehung von Symptomen führen?
Ein
Schwerpunkt logomedizinischer Beratungsarbeit besteht darin, ein klares Wissen
über die neurobiologischen Zusammenhänge und ihre konkreten Auswirkungen,
bezogen auf die individuelle Situation, zu vermitteln. Dieses Wissen macht es
möglich, Erlebensweisen, die ein Mensch bei sich wahrnimmt, so zu verstehen und
zuzuordnen, dass er sich ihnen nicht mehr ausgeliefert fühlt, sondern ihnen
gegenüber eine größere Freiheit entwickeln kann. Die eigene Person und
die eigenen selbstverständlichen menschlichen Fähigkeiten können dann in einem
ganz anderen Licht gesehen werden.
Umgang mit Vergangenheit
Vergangene
Ereignisse sind im
Gehirn nicht als festgeschnürte Päckchen gespeichert, die analytisch
„entknotet“ werden müssen.
Die
Erinnerung an die Vergangenheit wird im Moment des Erinnerns im Gehirn
jeweils neu konstruiert.
Entscheidend
ist der Blickwinkel:
Wenn ich
mich mit Vergangenem unter dem Aspekt beschäftige, dass ich Opfer bestimmter
Umstände geworden bin, unter dem Aspekt des Schmerzes, des Verlustes, des
Ärgers oder der Trauer, wird der Opferstatus, der Schmerz, der
Ärger oder die Trauer genau in diesem Moment aktiv neu hergestellt – mit
den entsprechenden emotionalen und auch körperlichen Folgen.
Die
Alternative besteht darin, vergangene Ereignisse, auch solche, die schmerzhaft,
schockierend, oder verletzend waren, mit der Fragestellung zu verknüpfen, wie
sie als sinnvoller Bestandteil des eigenen Lebens verstanden werden
können.
Wenn z.B.
deutlich wird, welche Fähigkeiten, Sensibilitäten oder Stärken der betreffende
Mensch durch diese Ereignisse entwickeln konnte oder welche speziellen
Lernerfahrungen er in ihrem Zusammenhang machen konnte, verlieren solche
Ereignisse ihre negativen, in die Gegenwart hineinreichende Wirkungen.
Gesundheit - Krankheit
Die meisten Menschen
haben im Umgang mit ihren Erkrankungen ein zwiespältiges Verhältnis:
Einerseits
gibt es meist ein klares Empfinden dafür, dass eine Erkrankung einen Bezug
zur eigenen Person hat, zumindest die Frage nach diesem Bezug ist anwesend
und sei es nur in Form der Aussage „ich kann mir gar nicht erklären, dass ich
gerade jetzt...“
Andererseits
bietet sich die heutige Medizin in Arztpraxen und Krankenhäusern als
Anlaufstelle für Krankheiten an, die dort meist isoliert von der
Person des Patienten diagnostiziert und behandelt werden. Die persönlichen
Aspekte sind bei diesem Vorgehen sogar oft eher störend.
Die Versuchung ist groß, den Körper wie ein kaputtes Auto reparieren lassen zu
wollen und die hierfür notwendigen Schritte dem Experten zu überlassen. Um ein
guter Autofahrer zu sein, muss ich ja auch nicht die Feinheiten der
Zündelektronik kennen, ich muss nicht mal wissen, dass es so etwas wie
Zündelektronik überhaupt gibt. Wie praktisch wäre es, wenn auch in Bezug auf
den eigenen Körper der Fachmann mit den notwendigen Medikamenten oder
Eingriffen alles wieder in Ordnung bringen würde.
Diese reduktionistische Sichtweise auf unseren Körper und damit auf uns
als Menschen scheint so einfach zu sein und hat einen erstaunlich hohen Grad an
stillschweigender gesellschaftlicher Übereinkunft erreicht. Sie hat allerdings
einige gravierende Nachteile:
- Sie ist unzutreffend: Der menschliche Körper
funktioniert nicht wie eine Maschine. Wir reagieren auf die Ereignisse in
unserer Umgebung nicht wie ein Automat, sondern sind meistens vor eine Wahl
gestellt. Die Entscheidungen, die wir treffen, können bewusst oder unterbewusst
motiviert sein, in jedem Fall wirken sie sich auch körperlich aus und
beeinflussen damit das innere Gleichgewicht, das mit Gesundheit und Krankheit
eng verbunden ist.
- Sie funktioniert nicht: Trotz vieler Möglichkeiten der
heutigen Medizin wächst die Anzahl der Probleme, die eine technisierte Medizin
nicht lösen kann. Die Zahl der chronisch Erkrankten nimmt zu, nicht gelöste
psychische Probleme stehen immer häufiger im Vordergrund, an den Nebenwirkungen
von Medikamenten oder medizinischen Maßnahmen sterben in Deutschland mehr
Menschen als in Folge von Verkehrsunfällen.
- Sie bleibt unbefriedigend: Das eingangs erwähnte Empfinden
für den Zusammenhang zwischen einer Erkrankung und der eigenen Person lässt
sich nicht dauerhaft übergehen. Die Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen,
führen auch in anderen Lebensbereichen zu Unzufriedenheit oder Schwierigkeiten.
Erst ein aktiver Umgang mit diesen Themen kann Probleme lösen und Erkrankungen
den Boden entziehen.
Um einem
verbreiteten Missverständnis vorzubeugen: Erkrankungen sind nie die Folge
von persönlicher Schuld oder persönlichem Versagen. Die unbewussten Abläufe,
die an jeder Erkrankung beteiligt sind, sind Folge von frühen und frühesten
Erfahrungen im Leben eines Menschen, die er gerade nicht selbst verursacht
hat. Auch der Versuch einer „Schuldklärung“ in der Vergangenheit hilft
nicht weiter.
Erkrankungen bieten aber die Gelegenheit, durch zusätzliches Wissen und
Erkenntnisse, gerade auch über eigene gesunde Möglichkeiten, diesen unbewussten
Abläufen nicht mehr ausgeliefert zu sein, sondern in erweitertem Maß bewusst
gestaltend aktiv zu werden.
Für das
logomedizinische Vorgehen bedeutet das:
- Der Mensch mit seinen Symptomen oder
Erkrankungen wird in die Entscheidungen über diagnostische Schritte oder
Behandlungsmaßnahmen aktiv mit einbezogen.
- Eine Erkrankung kann nur verstanden werden,
wenn sie im konkreten Sinnzusammenhang des betreffenden Menschen und seiner
Lebenssituation gesehen wird.
- Der Patient benötigt verstehbare und
nachfühlbare Informationen über die biologisch-physiologischen Aspekte des
Zustandekommen seiner Symptome. So kann es ihm möglich werden, eigene
Wahrnehmungen und Beobachtungen in Zusammenhang mit seinen Symptomen zu bringen
und selbst weiterzudenken.
- Die spezifisch logomedizinische
Perspektive liegt darin, eigene Änderungsmöglichkeiten zu erkennen, die den
Gesundungsverlauf positiv beeinflussen können.
- Da Erkrankungen oft gerade deshalb
entstehen, weil der Blick auf diese Änderungsmöglichkeiten verstellt ist, ist
ein weitergehendes Gesprächs- und Beratungsangebot zur Klärung dieser
Zusammenhänge im Rahmen der Logoberatung hilfreich.
Logoberatung
Logoberatung ist ein Angebot für Menschen, die
sich mit einem Konflikt oder einer Krise auseinandersetzen oder sich aus anderen
Gründen persönlich weiterentwickeln möchten.
Konflikte oder Krisen können als Grenzerfahrung bisher erlernter Umgangsmuster
betrachtet werden und weisen damit herausfordernd in die Zukunft. Mit
Hilfe seiner selbstverständlichen geistig-seelischen und physischen Fähigkeiten
kann ein Mensch alte Muster überwinden und sich für neue Erfahrungen öffnen.
Dabei legt Logoberatung
den Schwerpunkt auf die geistigen Möglichkeiten des Ratsuchenden, d.h.
auf das gedankliche Erfassen des bestehenden Konfliktes, einschließlich
der unbewussten Anteile und seines Sinnzusammenhangs.
Mit der
jedem Menschen eben auch möglichen Fähigkeit zur (humorvollen!) Distanzierung
von sich selbst, also sich oder das Problem gleichsam von außen betrachten und
beschreiben zu können, wird es möglich, Vernunft und Logik emotionalen
Verstrickungen und Belastungen entgegen zu setzen und den Weg für
positive, regenerative Gefühle zu bereiten.
Die Ruhe
im Gespräch schafft Raum, die eigene, derzeitig belastende Lebenssituation
zu reflektieren und neue Informationen aufzunehmen.
Dabei setzt Logoberatung
das Wissen aus Hirnforschung und Psychoneuroimmunologie ein.
Diese Wissenschaftszweige untersuchen die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und
Handeln eines Menschen und ermöglichen ein erweitertes Verständnis
geistig-seelischer und körperlicher Abläufe. Somit wird es möglich das
Wechselspiel von belastenden Gedanken, Stimmungsschwankungen und körperlichen
Vorgängen, sowie frühkindliche Erfahrungen und ihre Folgen besser zu
verstehen.
Diese
Informationen können orientierend und neuordnend wirksam werden, sofern sich
der ratsuchende Mensch hierfür öffnet und sich für neue Umgangserfahrungen
entscheidet!
Dieses Sich-entscheiden-können als Ausdruck menschlicher Willensfreiheit
und Eigenverantwortung bildet neben der Gleichwertigkeit von
Berater und Ratsuchendem die Grundlage der menschlichen Begegnung im
Beratungsgespräch.
Darin
unterscheidet sich Logoberatung eindeutig von Psychotherapie insofern,
als sich der ratsuchende Mensch, der seine individuellen Fragen stellt und der
Berater, der nachfühlbare Wissensinhalte beschreibt, gemeinsam um
Erkenntniszuwachs bemühen. Dies schließt die Abgabe von Verantwortung aus und
ermöglicht dem ratsuchenden Menschen seine eigene, ihm gemäße Lösung für sein
Problem zu finden und zu formulieren.
Beratungsanlässe
können z.B. sein:
- Partnerschaftskonflikte,
- Berufliche Krisen,
- Neue Lebensphasen,
- Probleme im Zusammenhang mit
Stimmungsschwankungen
- oder emotionalen Belastungen,
- begleitende Beratung während
Erkrankungen,
- Erziehungsschwierigkeiten und
Schulprobleme (Eltern und Kinder).
Logoberatung
ist nicht angezeigt:
- bei laufender Psychotherapie,
- während akuter psychiatrischer
Erkrankungen mit Medikamenteneinnahme.
Beratung und Kontakt
Für medizinische Anliegen in
Zusammenhang mit Logomedizin wenden Sie sie bitte an:
Udo Küppers
Facharzt für Allgemeinmedizin
- Naturheilverfahren -
Plittersdorfer Str. 78
53173 Bonn
Tel.: 0228 - 35 17 17
E-Mail: infotodoc@web.de
Für Beratungsanliegen im
Sinne der Logoberatung wenden Sie sich bitte an:
Ursula Küppers
Dipl.-Sozialpädagogin
Praxis für Konflikt- und Paarberatung
Plittersdorfer Str. 78
53173 Bonn
Tel.: 0228 - 35 69 07
E-Mail: info@ursula-kueppers.de
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