Logomedizin

 

Einführung

        

Logomedizin integriert die Dimension des Sinns und der geistigen Freiheit in den Umgang mit Erkrankungen und persönlichen Krisen.
 

Der Begriff Logomedizin verbindet die Bedeutung des griechischen Wort „logos = „Sinn, Geist“ mit der Medizin als Wissenschaft von der Erkennung,  Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen. Sie nutzt die heutigen medizinischen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten, geht aber deutlich darüber hinaus.
 

Viele Grenzen, an die die moderne Medizin stößt, beruhen darauf, dass sie sich auf die Diagnostik und Behandlung der gestörten Funktionalität beschränkt und Erkrankungen lediglich aus Ausdruck eines Defizits sieht, das möglichst behoben werden muss.
 

Logomedizin betrachtet körperliche Symptome nicht unter dem Blickwinkel des Krankhaften sondern als Ausdruck einer gesundheitlichen Krise des betreffenden Menschen. Eine gesundheitliche Krise kann z.B. ein einfacher fieberhaft Infekt, ein lästiger Tinnitus oder Hautausschlag, aber auch die Feststellung einer Tumorerkrankung sein.

 

Jede gesundheitliche Krise kann als Herausforderung verstanden werden:

Logomedizin basiert auf der Grundannahme, dass die Ereignisse des Lebens in sinnvollen Zusammenhängen stehen, die wir Menschen gedanklich-geistig erfassen können. Dies gilt auch für Erkrankungen.
 

Schon die Änderung der Blickrichtung – statt einer Fixierung auf die Funktionsstörung sich der Frage nach dem Inhalt der Herausforderung zu stellen – wirkt gesundheitsfördernd.

 

Sinnzusammenhänge von Lebensereignissen oder Erkrankungen können nur persönlich und individuell und oft auch nur rückblickend erfasst werden. Deshalb kann es nie ein logomedizinisches Rezeptbuch geben, in dem der Sinn einzelner Erkrankungen nachzulesen wäre.
Dennoch kann die Logomedizin wesentliche Hinweise auf die Themen geben, die mit einer Erkrankung in Verbindung stehen. Die Stärke der Logomedizin liegt darin, dass sie sowohl durch Einbeziehung von neurobiologischem und physiologischem Wissen als auch durch ihre Erfahrungen diese Zusammenhänge mit dem einzelnen Menschen erarbeiten kann.   


Die konkrete Arbeitsweise der Logomedizin ist dabei vielen Elementen der heute üblicherweise praktizierten Psychosomatik und Psychotherapie genau entgegengesetzt.


Im Zentrum steht nicht das Problem und seine möglichen in der Vergangenheit oder in der Umgebung liegenden Verursachungen, sondern die Denk-, Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten, die ein Problem lösen können.

Im Zentrum stehen nicht die Schwäche eines Menschen, seine Verletztheit oder scheinbare Überforderung, sondern seine persönlichen Stärken, zu deren Anwendung die momentane Krise oder Erkrankung herausfordert.

Logomedizin geht davon aus, dass Grenzerfahrungen immer auch Sinnerfahrungen ermöglichen.

 

 

Sinn

Wenn wir die Biologie des menschlichen Organismus unvoreingenommen betrachten, können wir eigentlich nur von einem Wunder sprechen.

Vom Zeitpunkt der Verschmelzung von Eizelle und Spermium an entsteht der menschliche Körper durch fortlaufende Zellteilung. Hierbei scheint jede Zelle genau zu "wissen", welche Aufgaben sie an welchem Ort erfüllen muss und ob sie sich z.B. als Hautzelle, als Leberzelle oder als Teil des hochkomplexen Innenohrs zu organisieren hat.

Im Körper eines erwachsenen Menschen arbeiten über 50.000.000.000.000 (50 Billionen) Zellen sinnvoll zusammen und stehen in ständiger Kommunikation untereinander. Und das alles geschieht, ohne dass wir uns um diese Abläufe in spezieller Weise kümmern müssten.

Schon die Vorstellung, wie der menschliche Körper aussehen würde, wenn diese Zusammenarbeit der einzelnen Zellen nicht von einem durch und durch sinnvollen Prinzip gesteuert würde, sondern wenn Willkür, Zufall oder Chaos auch nur kleine Teile der Steuerung übernehmen würden, macht deutlich, dass Sinn in uns permanent anwesend ist.

Da schon auf der Ebene der Biologie Sinn als entscheidendes gestaltendes Prinzip unübersehbar ist, können wir davon ausgehen, dass auch im ganzen Menschen Sinn eine zentrale Bedeutung hat. Diese Überlegung deckt sich mit den Erfahrungen vieler Menschen und zahlreichen empirischen Forschungsergebnissen, die zeigen, dass das Streben nach Sinn einen zentralen Beweggrund im Leben eines Menschen darstellt.  

Die Logomedizin erwähnt häufig den Begriff "Sinn". Eine unmissverständliche Klarstellung hierzu ist erforderlich: Sinn kann nie von außen, von anderen, z.B. von Autoritäten, Beratern, Therapeuten, Eltern, Partnern vorgegeben werden. Sinnzusammenhänge können nur von einem Menschen selbst gesucht und erkannt werden – auch in der Kommunikation mit anderen Menschen, z.B. in einer Beratungssituation.

Die Logomedizin unterscheidet sich somit grundlegend von allen Geistesrichtungen, Religionen, Sekten oder esoterischen Gedankengebäuden, die Menschen von außen einen Sinn vorgeben wollen oder von sich behaupten, besser als der Einzelne zu wissen, was sinnvoll ist.

 

Menschenbild

Jeder Arbeit mit Menschen, ob in der Medizin, in der Psychologie, in der Beratung, in der Schule, im Management oder in anderen Bereichen, liegt ein Menschenbild zugrunde. Oft ist dieses Menschenbild nicht explizit formuliert sondern lässt sich nur indirekt erschließen.

Die Logomedizin sieht den Menschen als ein einzigartiges, biologisch und physiologisch sinnhaft gefügtes Lebewesen, das sich von der Zeugung an als lebensfähig und kompetent im Umgang mit "leben" erweist und dabei in der Lage ist, mit kränkenden Tendenzen umgehen zu können.

Logomedizin stellt die Freiheit und Entscheidungsfähigkeit des Menschen in den Vordergrund.

In den unterschiedlichsten Situationen unseres Lebens sind wir immer wieder neu vor die Frage gestellt, wie wir antworten möchten, und wir antworten durch unsere Entscheidungen.

Ein kleines logomedizinisches Experiment:
Als Leser dieser Seite, können Sie entscheiden, wie Sie sich zu der zuletzt genannten Aussage einstellen möchten:
- Sie können sie innerlich bejahen,
- Sie können sie ablehnen,
- Sie können sich ihr gegenüber skeptisch-zweifelnd einstellen
- oder die Haltung eines offenen Interesses einnehmen.

Diese Entscheidung können Sie blitzschnell unterbewusst treffen oder - nach kurzer Überlegung - auch bewusst.
Das Ergebnis der Entscheidung beeinflusst sowohl den Grad Ihrer Aufmerksamkeit als auch Ihre eigene Stimmung beim Weiterlesen, denn verschiedene Anteile des körpereigenen Regulationssystems z.B. vegetatives Nervensystem, hormonelles System, Neurotransmitter und Immunfunktionen verändern ihre Aktivität in Abhängigkeit von der getroffenen Entscheidung.

Und diese geänderte Reaktionslage ist auch innerlich spürbar. Wenn Sie im Rahmen des Experiments bewusst hintereinander unterschiedliche der oben skizzierten Haltungen einnehmen, nehmen Sie solche Veränderungen möglicherweise wahr.

 

Mehrdimensionalität

Die folgende Skizze kann verdeutlichen, wie sich der Blick auf eine mehrdimensionale Wirklichkeit (z.B. das menschliche Erleben und Verhalten) in Abhängigkeit von der eingenommenen Perspektive ändert.

Es kann einfacher sein, wenn man sich bei der Beschreibung von menschlichen Phänomenen auf eine (zweidimensionale) Ebene beschränkt, z.B. auf die biologische Ebene oder eine psychologisch-erklärende Ebene. Solche Beschreibungen können zwar zutreffend sein, wesentliche Aspekte gehen dabei aber verloren.

                   http://logomedizin.de/resources/_wsb_270x245_Skizze+Mehrdimensionalit$C3$A4t.jpg      Quellenangabe siehe Impressum

 

So ergibt die Projektion einer Kugel, eines Kegels und eines Zylinders in eine Ebene hinein jeweils einen Kreis. Es ist zwar zutreffend, dass Kugel, Kegel und Zylinder rund sind, aber der Schattenriss der verschiedenen Figuren lässt wesentliche Aspekte gar nicht erkennen, z.B. ihre grundlegende Unterschiedenheit oder ob es sich bei dem Zylinder um einen geschlossenen Körper oder ein offenes Gefäß handelt.

Im übertragenen Sinne: Ein rein medizinischer oder psychologischer Erklärungsansatz kann gar nicht zeigen, welche Gestaltungsmöglichkeiten ein Mensch trotz bestimmter lebensgeschichtlicher und umweltbedingter Faktoren hat. Hierfür ist eine Erweiterung des Blickwinkels erforderlich, wie sie die Logomedizin praktiziert.

 

 

Gehirnphysiologie

Das menschliche Gehirn steuert eine Vielzahl von Aufgaben – und gerade diese Vielfältigkeit und die Verknüpfung der unterschiedlichen Aufgabenfelder macht es so interessant.

Wahrnehmung, bewusstes Denken, Entscheidungen, blitzschnelle unterbewusste Assoziationen, motorische Abläufe, vegetative und hormonelle Steuerungen, Stimmungen und Emotionen stehen in so unmittelbarer Wechselwirkung, dass es oft schwer unterscheidbar ist, ob das Gehirn uns steuert oder wir das Gehirn steuern.


Im Alltagsleben ist es sehr hilfreich, ein möglichst genaues Wissen über die Dinge und Menschen zu haben, mit denen wir umgehen. Das gilt zum Beispiel für technische Geräte, für Institutionen, für eine neue Software, für die Pflanzen im Garten oder die Besonderheiten eines Menschen anderen Geschlechts.


Das Wissen über die Funktionsweise des eigenen Gehirns und besonders über deren Auswirkungen hat eine ähnlich zentrale Bedeutung, besonders in Zusammenhang mit Erkrankungen, Konflikten oder Krisen.

 

Die meisten Konflikte entstehen durch fehlendes Wissen oder fehlende Anwendung von Wissen.  


Leider gibt es bisher nur wenige Ansätze, das Wissen, das die Neurobiologen in den letzten 30 Jahren erarbeitet haben, so darzustellen, dass es für den einzelnen verstehbar und nutzbar wird.

 

Plastizität des Gehirns

Eine entscheidende neue Erkenntnis der gehirnphysiologischen Forschung ist die der Plastizität des Gehirns.
 

Über einen Zeitraum von über 100 Jahren war man davon ausgegangen, dass die Nervenzellen des Gehirns sich in den ersten Lebensjahren eines Menschen fest „verdrahten“ und dann in dieser festen Struktur den Rest des Lebens weiter bestehen.
 

In den letzten 15 Jahren zeigte sich, dass diese Annahme falsch war. Die Verbindungen der Nervenzellen (die Synapsen) befinden sich in einem ständigen Aufbau und Abbau, sodass das Gehirn sich immer wieder neu strukturiert.
 

Die Strukturierung wird bestimmt von der Nutzung des Gehirns und seiner Verarbeitungswege und ist deshalb in hohem Maße davon abhängig, welche Erfahrungen ein Mensch macht und wie jeder einzelne denkt und diese Erfahrungen verarbeitet und gestaltet.

Der aktive Einfluss, den wir auf die Struktur unseres Gehirns haben, ist also wesentlich größer als bisher angenommen.

Ein Ziel von Logomedizin und Logoberatung ist es, diese Einflussmöglichkeiten möglichst genau kennen zu lernen und zu im positiven Sinne zu nutzen. 

 

Früheste Bahnungen

Lernerfahrungen finden nicht erst dann statt, wenn ein Kind die Fähigkeit entwickelt hat, Sprache zu verstehen und zu benutzen.

Intensive Lern- und Anpassungserfahrungen macht ein Kind bereits in den ersten neun Monaten seines Lebens, also im Mutterleib. (vgl. Gerald Hüther: "Das Wunder der ersten neun Monate") und in der übrigen Zeit vor dem Spracherwerb.

 

Die Bedeutung und die Auswirkungen dieser Erfahrungen werden durch die Erkenntnisse der gehirnbiologischen Forschung erst allmählich deutlich. Sie betreffen eine Vielzahl von Phänomen, die bisher kaum verstehbar waren, wie Angststörungen, verschiedene Arten von Depressionen, sogenannte Hyperaktivität, vegetative Störungen, Suchtgewohnheiten und als belastend erlebte Impulsivität.   
 

Wesentliche Anteile der individuellen Art, wie ein Mensch die Erfahrungen, die er mit sich selbst und seiner Umgebung macht, verarbeitet, entwickeln sich also in einer Zeit, die vor jeder Erinnerbarkeit liegt. Es handelt sich um gehirnbiologische Anpassungsmechanismen mit nervalen, vegetativen und hormonellen Folgen, die nicht an einen gedanklich erinnerbaren Inhalt gekoppelt sind. Sie können im späteren Leben eines Menschen zwar weitreichende Auswirkungen haben, entziehen sich aber jeder psychologischen Deutung, weil sie keine psychologische sondern eine biologische Grundlage haben.
 

Wie lassen sich die Folgen solcher sehr frühen Bahnungen bearbeiten, speziell dann, wenn sie störend in Erscheinung treten oder zur Entstehung von Symptomen führen?

 

Ein Schwerpunkt logomedizinischer Beratungsarbeit besteht darin, ein klares Wissen über die neurobiologischen Zusammenhänge und ihre konkreten Auswirkungen, bezogen auf die individuelle Situation, zu vermitteln. Dieses Wissen macht es möglich, Erlebensweisen, die ein Mensch bei sich wahrnimmt, so zu verstehen und zuzuordnen, dass er sich ihnen nicht mehr ausgeliefert fühlt, sondern ihnen gegenüber eine größere Freiheit entwickeln kann. Die eigene Person und die eigenen selbstverständlichen menschlichen Fähigkeiten können dann in einem ganz anderen Licht gesehen werden.

 

 

Umgang mit Vergangenheit

Vergangene Ereignisse sind im Gehirn nicht als festgeschnürte Päckchen gespeichert, die analytisch „entknotet“ werden müssen.

 

Die Erinnerung an die Vergangenheit wird im Moment des Erinnerns im Gehirn jeweils neu konstruiert.

 

Entscheidend ist der Blickwinkel:

Wenn ich mich mit Vergangenem unter dem Aspekt beschäftige, dass ich Opfer bestimmter Umstände geworden bin, unter dem Aspekt des Schmerzes, des Verlustes, des Ärgers oder der Trauer, wird der Opferstatus, der Schmerz, der Ärger oder die Trauer genau in diesem Moment aktiv neu hergestellt – mit den entsprechenden emotionalen und auch körperlichen Folgen.

 

Die Alternative besteht darin, vergangene Ereignisse, auch solche, die schmerzhaft, schockierend, oder verletzend waren, mit der Fragestellung zu verknüpfen, wie sie als sinnvoller Bestandteil des eigenen Lebens verstanden werden können. 

 

Wenn z.B. deutlich wird, welche Fähigkeiten, Sensibilitäten oder Stärken der betreffende Mensch durch diese Ereignisse entwickeln konnte oder welche speziellen Lernerfahrungen er in ihrem Zusammenhang machen konnte, verlieren solche Ereignisse ihre negativen, in die Gegenwart hineinreichende Wirkungen.

 

Gesundheit - Krankheit

Die meisten Menschen haben im Umgang mit ihren Erkrankungen ein zwiespältiges Verhältnis:
 

Einerseits gibt es meist ein klares Empfinden dafür, dass eine Erkrankung einen Bezug zur eigenen Person hat, zumindest die Frage nach diesem Bezug ist anwesend und sei es nur in Form der Aussage „ich kann mir gar nicht erklären, dass ich gerade jetzt...“
 

Andererseits bietet sich die heutige Medizin in Arztpraxen und Krankenhäusern als Anlaufstelle für Krankheiten an, die dort meist isoliert von der Person des Patienten diagnostiziert und behandelt werden. Die persönlichen Aspekte sind bei diesem Vorgehen sogar oft eher störend.


Die Versuchung ist groß, den Körper wie ein kaputtes Auto reparieren lassen zu wollen und die hierfür notwendigen Schritte dem Experten zu überlassen. Um ein guter Autofahrer zu sein, muss ich ja auch nicht die Feinheiten der Zündelektronik kennen, ich muss nicht mal wissen, dass es so etwas wie Zündelektronik überhaupt gibt. Wie praktisch wäre es, wenn auch in Bezug auf den eigenen Körper der Fachmann mit den notwendigen Medikamenten oder Eingriffen alles wieder in Ordnung bringen würde.


Diese reduktionistische Sichtweise auf unseren Körper und damit auf uns als Menschen scheint so einfach zu sein und hat einen erstaunlich hohen Grad an stillschweigender gesellschaftlicher Übereinkunft erreicht. Sie hat allerdings einige gravierende Nachteile:
 

-         Sie ist unzutreffend: Der menschliche Körper funktioniert nicht wie eine Maschine. Wir reagieren auf die Ereignisse in unserer Umgebung nicht wie ein Automat, sondern sind meistens vor eine Wahl gestellt. Die Entscheidungen, die wir treffen, können bewusst oder unterbewusst motiviert sein, in jedem Fall wirken sie sich auch körperlich aus und beeinflussen damit das innere Gleichgewicht, das mit Gesundheit und Krankheit eng verbunden ist.   
 

-         Sie funktioniert nicht: Trotz vieler Möglichkeiten der heutigen Medizin wächst die Anzahl der Probleme, die eine technisierte Medizin nicht lösen kann. Die Zahl der chronisch Erkrankten nimmt zu, nicht gelöste psychische Probleme stehen immer häufiger im Vordergrund, an den Nebenwirkungen von Medikamenten oder medizinischen Maßnahmen sterben in Deutschland mehr Menschen als in Folge von Verkehrsunfällen.
 

-         Sie bleibt unbefriedigend: Das eingangs erwähnte Empfinden für den Zusammenhang zwischen einer Erkrankung und der eigenen Person lässt sich nicht dauerhaft übergehen. Die Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen, führen auch in anderen Lebensbereichen zu Unzufriedenheit oder Schwierigkeiten. Erst ein aktiver Umgang mit diesen Themen kann Probleme lösen und Erkrankungen den Boden entziehen.
 

Um einem verbreiteten Missverständnis vorzubeugen: Erkrankungen sind nie die Folge von persönlicher Schuld oder persönlichem Versagen. Die unbewussten Abläufe, die an jeder Erkrankung beteiligt sind, sind Folge von frühen und frühesten Erfahrungen im Leben eines Menschen, die er gerade nicht selbst verursacht hat. Auch der Versuch einer „Schuldklärung“ in der Vergangenheit hilft nicht weiter.

Erkrankungen bieten aber die Gelegenheit, durch zusätzliches Wissen und Erkenntnisse, gerade auch über eigene gesunde Möglichkeiten, diesen unbewussten Abläufen nicht mehr ausgeliefert zu sein, sondern in erweitertem Maß bewusst gestaltend aktiv zu werden.  
 

Für das logomedizinische Vorgehen bedeutet das: 
 

-         Der Mensch mit seinen Symptomen oder Erkrankungen wird in die Entscheidungen über diagnostische Schritte oder Behandlungsmaßnahmen aktiv mit einbezogen.
 

-         Eine Erkrankung kann nur verstanden werden, wenn sie im konkreten Sinnzusammenhang des betreffenden Menschen und seiner Lebenssituation gesehen wird.
 

-         Der Patient benötigt verstehbare und nachfühlbare Informationen über die biologisch-physiologischen Aspekte des Zustandekommen seiner Symptome. So kann es ihm möglich werden, eigene Wahrnehmungen und Beobachtungen in Zusammenhang mit seinen Symptomen zu bringen und selbst weiterzudenken. 
 

-         Die spezifisch logomedizinische Perspektive liegt darin, eigene Änderungsmöglichkeiten zu erkennen, die den Gesundungsverlauf positiv beeinflussen können.
 

-         Da Erkrankungen oft gerade deshalb entstehen, weil der Blick auf diese Änderungsmöglichkeiten verstellt ist, ist ein weitergehendes Gesprächs- und Beratungsangebot zur Klärung dieser Zusammenhänge im Rahmen der Logoberatung hilfreich.

 

 

Logoberatung

Logoberatung ist ein Angebot für Menschen, die sich mit einem Konflikt oder einer Krise auseinandersetzen oder sich aus anderen Gründen persönlich weiterentwickeln möchten.

 
Konflikte oder Krisen können als Grenzerfahrung bisher erlernter Umgangsmuster betrachtet werden und weisen damit herausfordernd in die Zukunft. Mit Hilfe seiner selbstverständlichen geistig-seelischen und physischen Fähigkeiten kann ein Mensch alte Muster überwinden und sich für neue Erfahrungen öffnen.
 

Dabei legt Logoberatung den Schwerpunkt auf die geistigen Möglichkeiten des Ratsuchenden, d.h. auf das gedankliche Erfassen des bestehenden Konfliktes, einschließlich der unbewussten Anteile und seines Sinnzusammenhangs.
 

Mit der jedem Menschen eben auch möglichen Fähigkeit zur (humorvollen!) Distanzierung von sich selbst, also sich oder das Problem gleichsam von außen betrachten und beschreiben zu können, wird es möglich, Vernunft und Logik emotionalen Verstrickungen und Belastungen entgegen zu setzen und den Weg für positive, regenerative Gefühle zu bereiten.
 

Die Ruhe im Gespräch schafft Raum, die eigene, derzeitig belastende Lebenssituation zu reflektieren und neue Informationen aufzunehmen.
 

Dabei setzt Logoberatung das Wissen aus Hirnforschung und Psychoneuroimmunologie ein. Diese Wissenschaftszweige untersuchen die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen und ermöglichen ein erweitertes Verständnis geistig-seelischer und körperlicher Abläufe. Somit wird es möglich das Wechselspiel von belastenden Gedanken, Stimmungsschwankungen und körperlichen Vorgängen, sowie frühkindliche Erfahrungen und ihre Folgen besser zu verstehen.
 

Diese Informationen können orientierend und neuordnend wirksam werden, sofern sich der ratsuchende Mensch hierfür öffnet und sich für neue Umgangserfahrungen entscheidet!

 
Dieses Sich-entscheiden-können als Ausdruck menschlicher Willensfreiheit und Eigenverantwortung bildet neben der Gleichwertigkeit von Berater und Ratsuchendem die Grundlage der menschlichen Begegnung im Beratungsgespräch.
 

Darin unterscheidet sich Logoberatung eindeutig von Psychotherapie insofern, als sich der ratsuchende Mensch, der seine individuellen Fragen stellt und der Berater, der nachfühlbare Wissensinhalte beschreibt, gemeinsam um Erkenntniszuwachs bemühen. Dies schließt die Abgabe von Verantwortung aus und ermöglicht dem ratsuchenden Menschen seine eigene, ihm gemäße Lösung für sein Problem zu finden und zu formulieren.
 

Beratungsanlässe können z.B. sein:

-         Partnerschaftskonflikte,

-         Berufliche Krisen,

-         Neue Lebensphasen,

-         Probleme im Zusammenhang mit Stimmungsschwankungen

-         oder emotionalen Belastungen,

-         begleitende Beratung während Erkrankungen,

-         Erziehungsschwierigkeiten und Schulprobleme (Eltern und Kinder).
 

Logoberatung ist nicht angezeigt:

-         bei laufender Psychotherapie,

-         während akuter psychiatrischer Erkrankungen mit Medikamenteneinnahme.

 

 

Beratung und Kontakt

Für medizinische Anliegen in Zusammenhang mit Logomedizin wenden Sie sie bitte an:

Udo Küppers
Facharzt für Allgemeinmedizin
- Naturheilverfahren -
Plittersdorfer Str. 78
53173 Bonn
Tel.: 0228 - 35 17 17

E-Mail: infotodoc@web.de
 

Für Beratungsanliegen im Sinne der Logoberatung wenden Sie sich bitte an:

Ursula Küppers
Dipl.-Sozialpädagogin
Praxis für Konflikt- und Paarberatung
Plittersdorfer Str. 78
53173 Bonn
Tel.: 0228 - 35 69 07

E-Mail: info@ursula-kueppers.de

 

© 2007 Udo Küppers, Plittersdorfer Str. 78, 53173 Bonn