Logomedizin - Medizin und Sinn

  

Wirtschaftlichkeit

Ziel der Logomedizin ist es, jedem Einzelnen ein Wissen und Verstehen dessen zu ermöglichen, was er in sich und mit sich wahrnimmt und erlebt. Stimmungen, Empfindungen, Gefühle, körperliche Veränderungen oder Symptome haben einen bio-logischen Zusammenhang, der auch verstehbar ist (vgl. Gehirnphysiologie). Viele Phänomene, die in der Vergangenheit und besonders in der Medizin und Psychologie des 20. Jahrhunderts als krankhaft gedeutet wurden, sind mit Hilfe der Logomedizin verstehbar, nachvollziehbar und im positiven Sinne vom betreffenden Menschen beeinflussbar.

Logomedizin unterstützt auf diese Weise unmittelbar die Eigenverantwortung und einen souveränen Selbstumgang, der nicht dauerhaft auf externe Experten oder medikamentöse Unterstützung angewiesen ist.

Deshalb wird Logomedizin nie zu einem boomenden Wirtschaftsfaktor werden. Im Gegenteil: Verstehbares, nachvollziehbares und anwendbares Wissen über sich selbst macht unabhängig von langwierigen Therapien oder medikamentösen Behandlungen.

Die öffentliche Meinungsbeeinflussung wird leider sehr stark von den wirtschaftlichen Interessen der pharmazeutischen Industrie und der Vertreter der herkömmlichen, zeitaufwendigen Therapieverfahren geprägt.

Zwei Beispiele: 

1. Eine längerfristige Beobachtung der medizinischen Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehsendungen zeigt, dass genau
die Krankheitsbilder oder vermeintlich psychischen Störungen in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden, für deren Behandlung soeben neue, kostspielige Medikamente oder Diagnoseverfahren entwickelt worden sind 
(siehe z.B. Jörg Blech: Die Krankheitserfinder).  So war der Vertrieb von Antidepressiva in den 90er Jahren relativ unattraktiv geworden, da für die meisten Standard-Antidepressiva der Patentschutz abgelaufen war und preiswerte Nachahmerpräparate (Generika) existierten (z.B. Amitriptylin, 100 Tabl. 28,62 €). Mit dem Beginn der Vermarktung einer neuen Gruppe von Antidepressiva in Deutschland, den Serotonin-Reuptake-Hemmern (z.B. Cipralex, 100 Tabl. 196,67 €), gab es eine Flut von Beiträgen in allen Medien, die einstimmig darauf aufmerksam machten, wie wichtig die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Depressionen sei und in denen Stimmungslagen, die durchaus zu den normalen Erscheinungen des menschlichen Lebens gehören, als krankhaft und behandlungsbedürftig dargestellt wurden.

Zu der um sich greifenden Tendenz, unter dem Etikett "Gesundheit" Menschen zunächst als krank zu erklären, um sie dann kostenintensiv zu behandeln, äußert sich der renommierte Psychiater Prof. Dr. Klaus Dörner im Deutschen Ärzteblatt und der Frankfurter Rundschau .

Die Vermittlung von anwendbarem Wissen, das es einem Menschen ermöglicht, seine depressiven Stimmungen klarer zu verstehen, trotz dieser Stimmungen zielgerichtet zu handeln und sie auch auf diese Weise aktiv zu beenden, würde pharmazeutischen Firmen keinen Nutzen bringen.

2.

Psychotherapeutische Behandlungen sind in Deutschland durch feste Regeln strukturiert, die zwischen den herkömmlichen Therapeutenverbänden und den Krankenkassen ausgehandelt worden sind. Zu dieser Struktur gehört es, dass Behandlungen in Blöcken von je 25 Sitzungen bewilligt werden. Das heißt, dass unabhängig vom Anlass einer Therapie 25 oder 50 (oder mehr) Sitzungen à 50 Minuten gefüllt werden müssen. Bei psychoanalytischen Therapien sind es, besonders bei privat Versicherten, oft 100, 200 oder 300  Sitzungen.

Führende Vertreter einer zeitgemäßeren Psychotherapie, wie der Amerikaner Paul Watzlawick stehen auf dem Standpunkt, dass bei einem Problem, das nach höchstens 10 Sitzungen nicht weitgehend geklärt ist, auch in 25 oder 50 Sitzungen kein wesentlicher Fortschritt mehr zu erwarten ist.

Eine im Jahr 1994 veröffentlichte, sehr breit angelegte und sorgfältig durchgeführte deutsch-schweizerische Studie zur Wirksamkeit von Psychotherapie unter Federführung von Prof. Dr. Klaus Grawe („Psychotherapie im Wandel“) kommt zum gleichen Ergebnis und stellt fest, dass Langzeittherapien für die Klienten keinen erkennbaren Nutzen haben (für wen dann?). Neue gehirnbiologische Erkenntnisse zeigen sogar die schädigende Wirkung dieser Art von Problembeschäftigung.

Obwohl diese Studie auch auf Veranlassung der Deutschen Bundesregierung durchgeführt worden war, haben die eindeutigen Ergebnisse bis heute zu keinerlei Konsequenzen für den Ablauf und die Finanzierung von Therapien aus Krankenkassengeldern geführt.

 

Möglicherweise würde es der eine oder andere Therapeut begrüßen, wenn er seinen Klienten in wenigen Gesprächen die Impulse und Informationen vermitteln könnte, die dieser benötigt, um sich selbst wieder klarer auszurichten und Konflikte zu lösen.

Dennoch bedarf es nicht viel Phantasie, sich vorzustellen, wie die entsprechenden Berufsverbände reagieren würden, wenn die automatische Bezahlung von langfristigen Therapieblöcken in Frage gestellt würde und den Verbandsmitgliedern dadurch (vorsichtig ausgedrückt) finanzielle Unsicherheiten entstehen würden.

Erfahrungen mit der Logomedizin zeigen, dass tatsächlich die entscheidenden Informationen und Impulse, die erforderlich sind, um eigene Probleme zu lösen, in wenigen Sitzungen vermittelt werden können. Die eigentlichen fruchtbaren Veränderungen entstehen auf dieser Basis in den konkreten Lebensabläufen des betreffenden Menschen und nicht in einer vorgegebenen Anzahl von Therapiestunden.

Beratung und Kontakt